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Die neue Langleinen-Technik

In dem neuen Sperrgebiet von CRM und oceanBASIS vor den Marinefliegern in Kiel-Holtenau wurden Langleinen verankert, an denen die Aquakultur mit Algennetzen und Muschelleinen experimentiert werden kann. Die Polykultur stellt eine Weiterentwicklung dar und verbessert die Erträge von Algen und Muscheln, da sich beide Organismen gegenseitig unterstützen.

Erstmalig wurde 2008 versucht, in der Algenaufzuchtstation von oceanBASIS nicht nur Leinen sondern auch Netze mit Algensporen zu beimpfen. Die Netze aus verschiedenen Materialien wurden unterschiedlich gut bewachsen, wobei sich ein ideales Material herausgestellt hat.

Die Netze haben einen dichteren Bewuchs pro Fläche und können je nach Temperaturverhältnissen auf unterschiedlicher Höhe an den Langleinen befestigt werden. Geplant ist es, die Algen während der warmen Sommermonate abzusenken, um im zweiten Jahr eine höhere Ausbeute zu erzielen.

Muschelzucht

Die geplante Etablierung einer Muschelzucht in der Ostsee bietet eine ideale Ergänzung zu der bisherigen Algenzucht. Bei dem Konzept der Polykultur düngen die von den Muscheln abgegebenen Stoffe die Algen, die wiederum mit dem produzierten Sauerstoff das Wachstum der Muscheln fördern.

Eine Muschelzucht in der Kieler Bucht hat eine gewisse Tradition, denn zwischen 1750 und 1900 wurden Miesmuscheln in Ellerbek auf Pfählen gezüchtet und geerntet.

Die neue Langleinen-Technik ist eine sehr gute Ergänzung zu der schwimmenden Oberflächenfarm in Hasselfelde. Sie bietet Platz für neue Experimente wie z.B. die Nutzung von Algen zur Energiegewinnung.

Ihr Ansprechpartner

Dr. Peter Krost (Dipl. Biol., Meeresbiologie),
Gesellschafter
E-Mail an Herrn Krost schreiben
Tel.: 0431-3645-884