. .
Sie sind hier: ocean actives > Algenfarm > Algenanzucht

Die Aussaat auf Kulturleinen

Um die Laminaria-Algen zu kultivieren und später leicht ernten zu können, müssen die Meerespflanzen dazu gebracht werden, sich an die Kulturleinen anzuheften. Diese Prozedur passiert in einer eigens entwickelten Anzuchtanlage, in der derzeit etwa 1000 Meter Algenleine für die Kultur im Meer vorbereitet werden können.

Ein ausgefeiltes System aus Luftzirkulation und Belichtung ermöglichen dabei eine raum- und energiesparende Bauweise der Anlage, die mithilfe des Know-How von Meeresbiologen und Verfahrenstechnikern entwickelt und umgesetzt wurde.

Während der Anzucht muss das nährstoffreiche Wasser gekühlt werden, da die in den kühlen Regionen der Weltmeere beheimatete Braunalge nur bei Temperaturen unter 18°C wachsen kann. Bei oceanBASIS wird auf künstliche Düngung verzichtet, die Kultur wird alleine mit reinem Meerwasser betrieben.

Von der Spore zur Alge

Meeresalgen vermehren sich ähnlich wie Farne und Pilze über mikroskopisch kleine Sporen, die sich an einen festen Untergrund anheften. Daraus entwickelt sich ein Algenkörper, der aus dem blattähnlichen Phylloid, dem stielähnlichen Cauloid und dem wurzelähnlichen Rhizoid besteht.

Am Übergang zwischen Cauloid und Phylloid befindet sich eine regenerative Region, das Meristem, die es der Alge ermöglicht, nach dem Absterben oder Abschneiden des „Blattes“ wieder auszutreiben. In der Zukunft muss es also Ziel der Aquakultur sein, die Algen nur oberhalb dieser Wachstumszone zu ernten, um ein erneutes Austreiben zu ermöglichen. Da die Farmalgen als Ganzes geerntet und verarbeitet werden, ist eine jährliche Neubeimpfung von Algenleinen notwendig.

Ihr Ansprechpartner

Dr. Peter Krost (Dipl. Biol., Meeresbiologie),
Gesellschafter
E-Mail an Herrn Krost schreiben
Tel.: 0431-3645-884